Einsamkeit, fehlende wertschätzung/respekt, hunger, arbeitslosigkeit, brachliegen der eigenen Potentiale 2

Gegen Integration

Es gibt 2 Arten von Vertrauen, das eine wächst mit der Zeit heran, das andere ist nur Erwartungshaltung. Erwartungen sind da, werden durch Erfüllung bestätigt und durch Nichterfüllung enttäuscht.

Man wählt eine Partei, aus Erwartungshaltung oder Vertrauen?

Einen Partner – Erwartungshaltung oder Vertrauen?

Vertrauen bedeutet dem anderen zuzutrauen dass dieser das Richtige tun wird, auch wenn man es selbst anders machen würde oder nicht weiß warum derjenige das so macht.

Das erlaubt die Erwartungshaltung nicht.

So wie Gottvertrauen – es wird schon alles einen Sinn haben. Wie soll ich als kleiner Pfurz im Universum das schon verstehen? Und ich muss es auch nicht verstehen.

Urvertrauen – niemand will mir etwas Schlechtes, die Unvoreingenommenheit eines Kindes. Der kleine Prinz.

Derzeit herrscht generell Erwartungshaltung. Ich wähle das weil ich mir davon eine Verbesserung erhoffe. Dabei ist es völlig irrelevant ob diese Partei offenkundige Lügen erzählt. Das machen ja eh alle Parteien, bei der weiß man es wenigstens, man weiß was man erwarten kann und was eben nicht.

Auf der anderen Seite wird Vertrauen in die Politik schon fast mit Dummheit gleichgesetzt.

Wie funktionierst du, wenn dir niemand zutraut was du tust, sondern nur erwartet?

Was erwarten wir? Einen höheren Lebensstandard? Wir können jederzeit alles kaufen was wir brauchen, wir haben medizinische Versorgung, wir sind und werden gebildet.

Einen gleichbleibenden Lebensstandard? Dasselbe für unsere Kinder? Wenn wir alle alle Möbel bei Ikea kaufen, dann wird kein einziges unserer Kinder jemals Tischler werden können. Wenn wir alle alle unsere Lebensmittel importieren, dann wird kein einziges unserer Kinder Bauer sein können. Wenn wir alle all unseren Kindern beibringen, dass brav sein gut ist, wird keines unserer Kinder je etwas verändern in der Welt. Und keines wird zu einem ehrlichen Politiker. Das wollen wir. Und darauf hat kein Politiker einen Einfluss. Wenn wir alle so sehr wollten, dass es unseren Kindern gut geht, wieso schauten wir nur auf uns selbst, unseren Wohlstand und erwarteten dann von anderen, dass die dafür sorgten, dass es nur ja so bliebe? Das ist einfach nur eine immens große, irrationale, träge Erwartungshaltung.

Eine stabile Gesellschaft trägt sich selbst. Es gibt Produzenten, Vermittler, Arbeiter, Konsumenten, sie alle halten sich die Waage. Gibt es mehr von einem gibt es automatisch mehr vom anderen. Davon sind wir weit entfernt. Nicht weil Menschen IN unser Land kommen, denn die verteilen sich ja einfach nur mit der Zeit. Ausgedrückt wird das immer mit Steuergeld. Die nehmen unser Steuergeld. Naja, woher kommt denn das Steuergeld? Von den Betrieben, für die wir arbeiten. Die machen Gewinne. Und wenn die mehr Gewinne machen und uns nichts geben, das ist uns egal. Da regt sich keiner auf. Aber die Steuergelder, na die brauchen ja unsere Kinder und das Gesundheitswesen usw. Wieso sollten die Immigranten für unsere Kinder arbeiten? Wir verlangen nie mehr Steuern von den Begünstigten. Weil wegen der Wirtschaft. Weil dann noch mehr Betriebe auswandern. Weil nein, das kann man dem Ikea nicht zumuten, dass der bei einem Jahresgewinn (!) von 2,5 Milliarden Euro genauso viel zahlt wie ein österreichischer Kleinbetrieb und nicht nur „seine“ 48.000 Euro (in Luxenburg. In Österreich müsste ein Betrieb für so einen Gewinn nicht 48.000 Euro, sondern 625 Millionen Euro zahlen). Na weil wegen der Wirtschaft. Weil Arbeitsplätze und so. Weil ein globaler Konzern schafft ja Arbeitsplätze (die er vorher 10fach zerstört hat). Weil je mehr Konsum, also Wegwerfbilligware desto besser, weil wegen der Wirtschaft. Kein Wunder, dass wir uns vor den Ausgaben fürchten. Kann sich nicht ausgehen, logisch, das eine wird weniger und gleichzeitig wird das andere aber nicht mehr. Das ist aber keine Frage von mehr oder weniger Menschen sondern unserer Einstellung. Weil wir uns so nicht selbst regenerieren können. Der Trugschluss liegt nur darin, dass wir das längst schon nicht mehr können, mehr Menschen wenn überhaupt nur eine Beschleunigung, sonst gar nichts.

Wir sollten niemanden integrieren in dieses zum Scheitern verurteilte System, sondern uns zutrauen, dass wir uns mit etwas Hilfe, einem Ruck aus unserer festsitzenden, hartnäckig unbeweglichen Erwartungshaltung lösen können. Und Vertrauen, dass Veränderung gut ist, die, die am meisten dagegen sind sind die, die das genauso spüren. Viele wählen bereits jetzt einfach nur die, die Veränderung versprechen. Jede politische Veränderung scheint recht zu sein, Hauptsache man selbst muss nichts ändern. Da können wir gleich gegen unsere Kinder wählen.