#Not me

Wenn wir den Zusammenhang zwischen Ursache und Wirkung akzeptieren, achten wir viel eher darauf, welche Auswirkungen unsere Handlungen auf andere und auf uns selbst haben.“

Dalai Lama

Warum haben sie es damals nicht gesagt? Weil sie sich der Konsequenzen bewusst waren. Es gibt immer einige wenige, die sich den Kampf antun, die rebellieren und die deshalb so gut wie immer aus dem System rausgeworfen werden. Und es gibt immer sehr viele, die einfach mittun. Vielleicht ist die Frage gar nicht, warum die Anklage der Belästigung erst 2017 salonfähig wurde, denn das ist ebenso müßig wie sich zu fragen, was in 10 Jahren gesagt werden wird, was jetzt schon gesagt werden sollte. Umgekehrt gefragt: welchen Vorteil hätte es gehabt damals den Mund aufzumachen?

Ist „Wenn du nicht bereit bist 50h/Woche zu arbeiten, dann musst du dir überlegen ob du hier richtig bist“ Mobbing, nur weil es diesen Begriff heute gibt?
Wer lernt denn heutzutage gegen den Strom schwimmen? Und wo? In der Schule, wo längst bewiesen ist, dass die Einstellung eines Lehrers zu einer Schülerin maßgeblich deren Leistung beeinflusst? Konsequenz nein danke.
Im Sportverein, wo junge Menschen abartige Aufnahmerituale mit Gewalt, Erniedrigung und mehr über sich ergehen lassen nur um dazuzugehören?
Im Beruf, wo alle wissen dass alle täglich eine Stunde dazuschreiben, um sich dann damit zu rühmen 5 Überstunden die Woche zu machen?
Wir sind Rudeltiere. Anpassen dient dem Überleben. Nichtanpassung heißt Rauswurf, direkt oder indirekt (Mobbing). So funktioniert Missbrauch, so funktioniert Korruption, so funktioniert Macht.

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Von wegen Idee

@österreich kann

Also die Bakterien, die aus CO2 Plastik machen gibt´s schon seit 20 Jahren, aber die hätten halt gern, wie andere Bakterien auch, lieber Zucker und nehmen nur im Notfall CO2 u dann wachsen sie halt auch nur seeeehr langsam. U die Erdöllobby sorgt außerdem noch dafür, dass das nicht konkurrenzfähig is.

Und: Behinderte werden nicht deshalb nicht eingestellt, weil sie keiner will, sondern weil sie praktisch unkündbar sind. (Nur unter Zustimmung eines Ausschusses vom Land (!) und jetzt kommt´s: erst seit 2014 ist es möglich gegen Entscheidungen dieses Ausschusses Berufung einzulegen! Da zahlen die Firmen lieber die Strafe für die Nichterfüllung der Quote als sich auf sowas einzulassen.)
Kündigungsschutz lt Sozialministerium

Und vom Trockenklo sprach schon 100wasser u das war damals schon ein alter Hut, zb in Entwicklungsprojekten.
zB

Und dass Kaffeesud guter Dünger is is auch bekannt. Trotzdem sind die Kellerschwammerl cool.

Den WADI gibt´s seit 2010. Und keiner kennt´s bis sich der ORF erbarmt.

Nur die Bring Alt und Jung Zusammen – Projekte sind dagegen wirklich (neue) Ideen.

Und hier die schönste Geschichte des Tages: 280 000 Dollar

 

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One out of three

You don’t have a lot to be
You don’t have a lot to do
You don’t have a lot to say
And I don’t have time to think that you should know what I need
And I don’t want you to see me
I don’t want you to know me
You are so wrong
And you are so not
I see no reason why
You should
You should have thought the best of me
I should probably just be
That was Iphone poetry

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Tara Meister

Zitat

PAUL WATZLAWICK WAR DER HAMMER

„Paul Watzlawick wurde 1928 in Villach als Jüngster von sieben Brüdern geboren,
er entpuppte sich bereits in jungen Jahren als Kirschkernweitspuckweltmeister,
konnte
If I had a hammer von Peter Paul and Mary auf der Trompete spielen, war bei den Mädchen beliebt, hatte keine Angst vor der Dunkelheit und fuhr freihändig auf dem Fahrrad.
Paul Watzlawick hat gesagt man kann sich die Wirklichkeit selbst schaffen.
Er war weder gut noch schlecht
in der Schule und seine Lieblingstiere waren Elefanten. Er interessierte sich in Chemie vor allem für Lösungen und in Mathe für Funktionen, in Englisch hatte er Schwierigkeiten. Paul Watzlawick war ein vollblut Hipster, der –yolo- im hier und jetzt lebte, sich für die Gegenwart interessierte und nicht in der Vergangenheit schwebte.

Paul Watzlawick war Handwerker. Er machte Nägel mit Köpfen.
Er nahm sich das nötige Werkzeug fürs Leben und legte los, riss ab was alt und baufällig war, machte die Wirklichkeit groß und von mehreren Seiten begehbar, mit vielen Eingängen, Rollstuhlrampe und Lift, so musste man sich nicht mehr hinein
zwängen durch nur eine Tür, mit Papier und Stift legte er das Werkzeug in die Hände
aller so dass jeder seine eigenen Wände abreißen kann, um dann zu sehen, dass wir viele Nachbarn haben, die zu unserer Lebenssituation beitragen, weil kein Mensch eine Insel ist,

nicht mal Robinson Crusoe. Und nur so können wir uns selber auf die Schliche kommen,  wenn wir unsere Rollen und Muster erkennen, die wir angenommen haben ohne sie dabei zu benennen. Ein bisschen am Verputz geklopft und schon lassen sich die Dynamiken besser sehen, die zwischen Menschen entstehen, kein großes Drama, da gibt es ein System.
Vielleicht sollten wir alle unseren Job aufgeben und statt „Schmied des Glücks“ lieber Handwerker sein anstreben. Uns ein Dach bauen für die Regen-tage, Stück für Stück aber ohne auf ewige Sonne zu warten.
Denn dieses Glück schmieden; was soll das heißen, das Wort allein ist schon ein heißes Eisen, dass es Glück gibt, dass kann letzten Endes doch keiner beweisen, weil wir alle anderes damit verbinden, man muss wohl Hans heißen um es nicht nur zu suchen sondern auch zu finden.
Wer stand denn von ihnen schon Mal am Ende des Regenbogens?

Glücklich sein, das ist kein Bachelorstudiengang. Und auch wenn von Anfang an die Botschaft ist glücklich werden sei das Ziel, das sind zu viel
Erwartungen an die Zeit hier auf Erden. Wir verderben uns die Lust einfach zufrieden zu sein; nein eigentlich kann gut allein besser sein.

Schmeckten Paul Watzlawick Glückskekse? Ich weiß es nicht genau, aber auch die nächste Glückssträhne wird wieder grau. Denn das Glück lässt sich nicht fassen und auf sein Verweilen kann man sich nicht verlassen.
Dem Regenbogen nachlaufen, unsere Kräfte im Job aufbrauchen um uns von dem Geld Urlaub zu kaufen, nach Perlen tauchen um am Ende das Leben glücklich auszuhauchen.

Glücklich bis an ihr Lebensende? Warum hört da die Geschichte auf? Weil es jede langweilig fände, den weiteren Verlauf! Da gibt es nichts mehr zu erzählen; warum also quälen
wir uns bis zum glücklich Sein, ab da schläft man beim Zuhören ein.
Zu den illegalen Drogen müsste man ihn zählen den Glückspilz, denn es ist verlogen zu sagen das Glück kann wählen ob es zu dir will.
Wenn wir nur nach Glück streben laufen wir Gefahr nicht zu erleben
wie wunderbar das hier sein sein kann, das Atmen, das Lachen, das Schlafen, das morgens aufwachen und da sein, mitten im besten aller Leben.
Für wen ist denn das Leben immer leicht? Wer hat denn das glücklich sein erreicht? Die Nutella Familie aus der Werbung vielleicht?  Ist die glücklich? Vielleicht war sie es. Aber irgendwann bekommen auch die
Karies.
Stand jemand von Ihnen schon Mal am Ende des Regenbogens? Würd ich Sie gerne fragen, ich denke nicht denn einem Regenbogen kann man nur nachjagen, und selbst wenn:
einen Topf voll Gold kann niemand alleine tragen.“

Heimat bist du großartiger Menschen

Erst 1990 hat der Schweizer Kanton Innerrhoden dem Wahlrecht für Frauen zugestimmt. Möglicherweise ist es nicht ein Zeichen für Rückschrittlichkeit, sondern ein Indiz dafür, dass Frauen dort uU nicht eine so große Notwendigkeit sahen wie andernorts, womöglich hatten sie ebendort bereits ohnehin mehr Stimme.

Ist es nicht ähnlich wie mit der Frauenquote? Dort, wo ohnehin viele Frauen arbeiten, gibt es nicht so eine starke Notwendigkeit dies aufzuzwingen als andernorts. Wären Frauen überall selbstverständlich, gäbe es die Diskussion nicht.

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Was ist Gender Mainstreaming?

GeM richtet den Blick nicht nur auf Frauen, sondern auch auf Männer als Zielgruppe gleichstellungspolitischer Bemühungen.

Da die Geschlechterungleichheit in unserer Gesellschaft zu Benachteiligungen von Frauen führt, ist Frauenförderung unbestritten von zentraler Bedeutung. Gleichstellungspolitik jedoch ausschließlich als Frauenförderung zu begreifen, birgt die Gefahr, dass Frauen als „Problemgruppe“ oder „defizitäres Geschlecht“ wahrgenommen werden, während Männer weiterhin als allgemeine Norm gelten und in ihrer Männerrolle unhinterfragt bleiben. Ein Beispiel dafür ist die Norm des „männlichen Normalarbeitsverhältnisses“ in Form der, von familiären Aufgaben uneingeschränkten, kontinuierlichen Vollzeiterwerbstätigkeit. Das Beschäftigungs- und das Sozialsystem bauen auf dieser Norm auf, die die meisten Frauen aufgrund der Übernahme unbezahlter Familienarbeit, nicht erfüllen können. Frauen haben deshalb vielfältige Nachteile im Berufsleben und in ihrer sozialen Absicherung. Wenn sich Gleichstellungspolitik ausschließlich darauf konzentriert, Frauen bei der Anpassung an die männliche Norm zu unterstützen, ohne diese Normen und Strukturen selbst, und ohne die Rolle der Männer (z.B.. bei der Übernahme von Betreuungsarbeit) zu hinterfragen, wird tatsächliche Gleichstellung nicht zu erreichen sein.

Männer als Zielgruppe von Gleichstellungspolitik einzubeziehen, bedeutet zuerst einmal zu betonen, dass auch Männer ein soziales Geschlecht haben. Es gilt Männer in ihrer Männerrolle und ihrer männlichen Identität wahrzunehmen sowie das gängige Männlichkeitskonzept als vorherrschendes soziales Konstrukt zu hinterfragen.

Während die Frauenrolle partiell in Veränderung begriffen ist, indem Frauen zunehmend in die ,,männliche“ Sphäre der Erwerbsarbeit vordringen, blieb die Männerrolle mit dem Berufsleben im Zentrum sehr stabil. Der Part von Männern in der Familie beschränkt sich im Wesentlichen immer noch auf die Rolle des ,,Ernährers“ und bestenfalls Mithilfe bei Kinderbetreuung und Haushalt. Die Hartnäckigkeit, mit der vor allem Männer an der geschlechtsspezifischen Arbeitsteilung festhalten, hängt (unter anderem) mit der Hierarchie der ,,weiblichen“ Familien- und ,,männlichen“ Erwerbssphäre zusammen. Die berufliche Männerrolle ist mit Einkommen, Prestige und Macht verbunden, während die familiäre Rolle der Frauen unbezahlte Arbeit, ökonomische Abhängigkeit, geringes Prestige und gesellschaftliche Machtlosigkeit bedeutet. Die Nicht-Erfüllung oder Änderung der Männerrolle bringt Privilegienverlust mit sich, solange sich die Übernahme von Familienarbeit nachteilig auf die Chancen im Berufsleben auswirkt.

Notwendige Veränderung der Strukturen und Rahmenbedingungen

Gleichstellung ist nicht möglich, solange Frauen immer häufiger erwerbstätig sind, Männer im Gegenzug aber keine oder nicht genug Familienarbeit leisten. Sie ist aber auch nicht durch einen bloßen Rollentausch und damit einem Austausch von Benachteiligungen zu erreichen, sondern nur durch eine Auflösung der Trennung von (männlicher) Berufs- und (weiblicher) Familienarbeit. Das Beschäftigungs- und Sozialsystem muss so umgestaltet werden, dass die gleichzeitige Übernahme von Familien- und Erwerbsarbeit für Frauen und Männer ohne berufliche Entwicklungseinbußen, soziale Risiken und individuelle Mehrfachbelastungen möglich ist. Für mehr Gleichstellung müssen sich also die Bedingungen und Strukturen des Erwerbssystems gleichzeitig mit (vor allem) den Männern ändern. Auch die der vorherrschenden Arbeitskultur zugrunde liegenden Rollenbilder bedürfen einer Änderung für mehr Gleichstellung in der Berufswelt. Die männlich geprägte Arbeitskultur etwa, mit dem Postulat uneingeschränkter zeitlicher Verfügbarkeit, sowie Männerseilschaften mit informellen Ausgrenzungen jener, die „nicht in den Kreis passen“, verhindern nicht nur den Aufstieg von Frauen (und Männern, die den Regeln und Rollen nicht entsprechen), sondern bestimmen das gängige Verständnis von Leistung, beruflichen Zeitstrukturen, Formen der Hierarchie, sowie die Bewertung verschiedener Berufe und Tätigkeiten. D. h. Männer als Zielgruppe der Gleichstellungspolitik bedeutet, zu einer Veränderung ihres Rollenverhaltens beizutragen. Dies erfordert von ihnen eine aktive Auseinandersetzung mit ihrem Selbstverständnis und ihrer Rolle als Mann. Für eine gerechte Verteilung von Berufs- und Familienarbeit ist es notwendig, dass sich Männer von der traditionellen Männerrolle mit der Erwerbstätigkeit als zentrales oder alleiniges Bestimmungsmoment männlicher Identität emanzipieren und zu einer neuen Lebenskonzeption gelangen, die auch die selbstverständliche Übernahme von Familienarbeit beinhaltet. Die bisherige Minderheit jener Männer, die die gängige Männerrolle nicht erfüllen und Kinderbetreuung übernehmen oder etwa in typischen Frauenberufen arbeiten, sind jedoch in ihrem Alltag noch einem vielfältigem Behauptungsdruck ausgesetzt. Abgesehen davon, dass sie oft ironisch dargestellt werden und mit stereotypen Vorurteilen zu kämpfen haben, unterliegen sie meist einem hohen Rechtfertigungsdruck, wenn sie z.B.in Karenz gehen oder Teilzeit arbeiten möchten. Zudem sind sie bei dem Versuch, Kinder und Beruf unter einen Hut zu bekommen, mit all den Problemen konfrontiert, wie sie bisher vor allem Frauen mit der Vereinbarkeit hatten. Maßnahmen, die sich spezifisch an die Zielgruppe Männer richten, sind bisher v.a. im Gesundheitsbereich zu finden. Die Anforderungen und Normen der männlichen Rolle beinhalten auch Zwänge, die sich vor allem auf Lebensqualität und Gesundheit von Männern niederschlagen. Das vorherrschende Männlichkeitskonzept führt zu beruflichem Erfolgsdruck, unterdrückter Emotionalität und vernachlässigten Sozialbeziehungen. Der Preis männlicher Vormachtstellung sind etwa größere Verletzungs-, Krankheits- und Sterberisiken und höhere Suizidraten. Damit ist Geschlechtsspezifische Gesundheitsvorsorge ein zentrales Thema der Arbeit mit der Zielgruppe Männer. Wobei die Gefahr besteht, dass es bei einer bloßen Symptombekämpfung bleibt, wenn sich an der Männerrolle in der Gesellschaft selbst nichts ändert. Während Frauen bisher anerkanntermaßen in männerdominierten Berufen gefördert werden, ist die Förderung von Männern in typischen Frauenberufen, wie etwa im Sozial- und Pflegebereich, noch weitgehend ein blinder Fleck gleichstellungsorientierter Arbeitsmarktpolitik. Die Auflösung der geschlechtsspezifischen Trennung des Arbeitsmarktes in typische ,,Frauen und Männerberufe“ ist jedoch ein Anliegen der Gleichstellungspolitik, das auch Anforderungen an ein neues Rollenverständnis von Männern stellt. Die Erhöhung des Männeranteils in typischen Frauenberufen, würde nicht nur dem beidseitigem Aufbrechen geschlechtsspezifischer Trennungslinien am Arbeitsmarkt dienen, sondern etwa auch Kindern in Kindergarten und Schule männliche Betreuungspersonen als alternative Rollenvorbilder bieten.

Resümee: Die Männerperspektive im GeM

GeM als die Einbeziehung auch von Männern als Zielgruppe der Gleichstellungspolitik, bedeutet die Infragestellung männlicher Normen und Rollen. Ohne eine tiefergehende Veränderung der vorherrschenden Männlichkeitskonzepte und Männerrollen ist Gleichstellung letztlich nicht zu erlangen. Im Kontext des gegenwärtigen Strukturwandels des Arbeitsmarktes, in dem das Normalarbeitsverhältnis auch für Männer immer weniger die Regel darstellt, gilt es dabei, alte Leitbilder nicht nur der sozialen Realität anzupassen, sondern aktiv so zu gestalten, dass sie dem Ziel der Gleichstellung gerecht werden. Ausgewogene Balance für Frauen und Männer.

Aus: Skriptum

Liebe I

Liebe ist sich einlassen. Auf die Musik eines anderen, auf die Kinder eines anderen, auf die Seele eines anderen. Aber sie wächst nur bei Ausgeglichenheit, sonst geht sie ein, wie eine Pflanze ohne Wasser – ganz langsam, unaufhaltsam, und anfangs ohne dass es irgendjemand merkt.

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Es gehören immer 2 dazu und Ich weiß ich hab auch (!) Fehler gemacht

Auch das ist eine Schuldzuweisung. Sie hat gar nichts reflektiert. Keine Sekunde in Erwägung gezogen, dass sie vielleicht nicht optimal agiert haben. Denn dann würde sie genau das eben nicht sagen. Es ist ein Fluchtversuch, nur keine Auseinandersetzung! Worte, die an so jemand gerichtet werden, sind Verschwendung. Es dringt nichts durch. Wie bei einer Teflonpfanne.

Wie erkenne ich eine Teflonpfanne? Wenn ihr streitet/du dich wehrst bist immer du der Fehler (siehe oben und die drei dümmsten Sprüche der Welt). Auch wenn, ja, insbesondere wenn Floskeln (allgemein gesellschaftlich anerkannte, niemals hinterfragte Standardsprücherln) kommen wie „Es gehören doch immer 2 dazu“ oder „Ich weiß ich hab auch Fehler gemacht.“ Bei letzterem kommt nie eine Erläuterung hinterher, was das für Fehler waren. Denn diejenige, die das sagt weiß es nicht, es sind Worte ohne Inhalt.

Der einzige Weg ihnen klarzumachen, dass sie was falsch gemacht haben ist raus. Nein, falsch, selbst dann beginnen sie sich nicht zu reflektieren, dann erst recht nicht. Alles ist Bestätigung für sie. Selbst wenn ihnen eine Frau nach der anderen davonläuft (und das noch dazu mit denselben Worten) kommen sie nicht auf die Idee, dass es an ihnen liegt. Wären sie fähig so zu denken wären lange Erklärungen ja gar nicht notwendig.

Wenn verstanden werden dein sehnlichster Wunsch ist, dann sprich mit jemand, der dich versteht u hör auf mit Erklärungen. Erklärungen haben in der Bibel schon nicht funktioniert.

Es ist schwer zu akzeptieren, dass er’s nie verstehen wird. „Irgendwann muss er’s doch verstehen!“ denken wir. Wir können es nicht glauben, dass er so überhaupt kein Verständnis hat. Und je mehr wir versuchen zu erklären desto schlimmer wird es. Na klar, wenn normale Worte nicht durchdringen dann tun es Vorwürfe und andere schärfere Geschütze schon gar nicht. Dabei haben wir uns von Anfang an vollkommen klar ausgedrückt. Und es kam nicht an. Dass das nicht an uns liegt, ist Tatsache. Warum können wir das nicht sehen? Die Frage ist nicht

„Warum versteht er es nicht?“

Sondern

„Warum verstehen wir es nicht?“

Und die Antwort liegt in unserer Natur. Es ist ganz einfach: aus Liebe. Wir müssen uns nur selbst mehr lieben als den anderen. Tun wir das nicht, wird uns immer jemand finden, der das ausnutzt. Und uns nicht versteht. Und der es niemals lernen wird. Denn wenn er dazu fähig wäre, müsste es ihm niemand erklären. Er würde das, was unsere Grenze überschreitet, ja gar nie tun. Und wenn doch würde er zuhören, und nicht erklären.

Es tut mir leid

Man sagt es so einfach.
Doch fühlt man dabei keinen Schmerz, keine Reue, kein Leid, ändert sich nichts. Und man verletzt immer und immer wieder.

Es tut mir leid

Was? Was ist „es“?
Dass ich unwissentlich etwas getan habe, das dir weh tut? Wie könnte mir das leid tun? Inwiefern?
Wenn ich es nachfühlen könnte, hätte ich es ja nicht getan.

Dass ich etwas gesagt habe, das dir weh tut? Wieso sollte ich denn wissentlich etwas sagen, das dir weh tut? Was wird mir da unterstellt?

Dass ich deinen Erwartungen nicht gerecht wurde?
Was ist „es“?

Was es nicht ist

Wenn man im selben Moment zu lachen beginnt.
Wenn man was Böses gesagt hat und in den Arm genommen wird.
Wenn sich jemand mit dir freut.
Wenn es kein Rechthaben oder Schuld sein gibt.
Wenn jemand an dich denkt und es gerne zeigt.
Wenn man wütend sein darf, traurig und vergrämt.
Wenn man gemeinsam leichter ist als allein.
Wenn man Freude verspürt, wenn man an ihn denkt.

Das hast du falsch verstanden/ich will es dir erklären

Ich will es dir erklären, was für eine sinnlose Phrase! Was denn erklären? Wie soll das gehen? Wie sollst du MIR erklären, warum du mir wehgetan hast? Dazu müsstest du ja verstehen, dass du mir wehgetan hast. Da kannst du doch nichts erklären, das einzige was du tun kannst ist zuhören. Und dich entschuldigen. Stattdessen willst DU mir was erklären? Was kann das wohl sein, was du MIR da erklären kannst?

Ich will es dir erklären geht immer ganz genau in folgende Richtung:
DU hast alles falsch verstanden. DU hast überreagiert. DU bist hysterisch. DU bist der Fehler.
ICH habe es doch nicht SO gemeint – das hast DU falsch verstanden.

Achso ja, mein Gott! Danke! Danke, dass du mir erklärst, dass ich nicht auf meine Gefühle hören soll! Dass ich nicht Angst davor bekommen soll, dass du mich nicht mehr liebst. Natürlich. Ich Dummerchen. Es tut mir ja so leid, dass ich etwas für dich empfinde. Dass mir Dinge nahe gehen. Ich habe Emotionen, sorry. Wie peinlich. Wird nicht wieder vorkommen.

Ich will es dir erklären heißt übersetzt: ich will dir die Schuld geben.

Liebe Mädchen, liebe Frauen, liebe Männer und Burschen!
Es gibt viele, viele Menschen, die ihr Leben dem verschrieben haben, ihre Gefühle außen vor zu lassen (und damit einhergehend die Fähigkeit für jemand anderen Mitgefühl zu empfinden). Das ist die  Ich-will-es-dir-erklären- Fraktion.
Andere leben ihr Leben nicht als Teflonpfannen (es prallt alles ab) sondern als Menschen.
Selten bis nie werden die Lager getauscht. Viele glauben auch sie wären Menschen, sind aber Teflonpfannen.
Es gibt keine Moral von der Geschicht.
Noch nicht.

Fest steht nur: wenn dir jemand etwas erklären will, dann ist das, was du gesagt hast, niemals angekommen und wird auch niemals ankommen, und zwar egal wie oft du es wiederholst.

Anerkennung

Was tun wir nicht alles dafür.. wir arbeiten bis wir unseren Körper und oder unseren Geist kaputt gemacht haben, kaufen Autos, Häuser, größere Autos, größere Häuser, etc., studieren etwas, das uns in keinster Weise interessiert. Um anerkannt zu werden. Weil unsere Eltern es uns so beigebracht haben oder das Fernsehen, sprich unsere Umwelt halt, is ja auch egal wer oder was, es is einfach so. Und es befriedigt uns nicht. Wir sind innerlich leer. Weil diese Anerkennung keine echte ist. Weil wir das, was wir gemacht haben, nicht von Herzen gemacht haben. Denn nur was du von Herzen gibst bekommst du 1000fach zurück, du kannst nichts verlieren, das ist gar nicht möglich. Es gibt Pharisäer, die behaupten sie täten dies und das für andere, sie wären nur für andere da , sie würden ihre eigenen Bedürfnisse hinten anstellen, weil sie anerkannt werden wollen. Doch in die Richtung funktioniert es nicht. Wenn du Gutes tust, weil du etwas willst, ist es nichts Gutes, sondern eine Lüge. Das Herz erkennt diese Lüge sofort. Daher bekommst du keine Anerkennung, niemals. So, nicht.
Indem du Mutter Theresa imitierst wirst du niemals wie sie sein. Niemals. Denn es ist nicht deine Bestimmung, Mutter Theresa zu sein, es ist deine Bestimmung DU zu sein. Mit all deinen Stärken und Schwächen. Und darauf zu vertrauen, dass diese anerkannt werden, so wie du die von anderen anerkennst. So ist es ohnehin. Amen, so ist es – in dem Maße, indem du fähig bist, die Stärken und Schwächen anderer anzuerkennen, werden auch deine Stärken und Schwächen anerkannt. Ich spreche bewusst von einer Anerkennung auch bei Schwächen, denn diese zeigen deine Grenzen, deine Verletzlichkeit, deine Menschlichkeit. Daher gilt es sie ebenso anzuerkennen wie deine Stärken. Das hat mich die Akrobatik gelehrt. Ich kann sehr gut springen, eine Stärke, die nicht viele haben. Aber ich verliere in der Luft schnell die Orientierung und lande deshalb oft eher elefantös als katzenartig, eine Schwäche. Doch die anderen nehmen darauf Rücksicht. Es ist gut, wenn sie das wissen, denn dann wissen sie, dass sie solche Figuren mit mir öfter probieren müssen bis ich es schaffe und dass die Leute, die mich sichern, besonders auf meinen Kopf achten und mich gut schützen. Das ist die Anerkennung einer Schwäche. Zuerst muss ich sie selbst anerkennen, ich kann es zwar sagen, aber das ist gar nicht notwendig. Es reicht sie nicht zu verstecken, die anderen Akrobaten sehen es ohnehin, doch ich muss mich nicht schämen und es wird akzeptiert, wenn ich vorsichtiger bin.

Und sollte jemand deine Schwäche ausnutzen, also dich zB auslachen oder etwas Unwahres herumerzählen, so weißt du in jedem Fall danach woran du bist, genau wie bei denen, die dem- oder derjenigen glauben. Von denen halt dich ruhig fern, die bringen dich nicht weiter. Ärger dich nicht, zieh einfach weiter. Lass sie links liegen, sie sind noch nicht so weit wie du. Freu dich, dass du weiter bist. Du kannst sie nicht ändern, und sie nicht dich. Sie rauben dir nur deine Energie, fuck them I won´t do what they expect from me.

Kleines Nachtgedicht

Wenn ich zum Fenster rausschau,
Sehe ich den Himmel,
Ich sehe Offenheit und Weite.
Ich grüße alle, die mich auf dem Weg begleiten,
Und verabschiede die, die andere in die Irre leiten.
Neben euch kann ich nicht leben,
Neben euch kann keine Seele schweben.
Ein kleiner Geist wird nie über mich bestimmen,
Ein Lügner mich nie für sich gewinnen.
Euer Platz ist abgesteckt, umzäunt, bewacht und winzig,
Mein Platz, mein Herz dagegen, es ist riesig.

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Vorbei

Vorbei die Traurigkeit,
Die jeder Gedanke mit sich bringt.

Vorbei die Hoffnung,
Die den Blick trübt.

Vorbei die Sehnsucht,
Die ins Unglück stürzt.

Vorbei der Schmerz,
Der auf den Magen drückt.

Vorbei ist sie, die Vergangenheit,
Vorbei ist jedes Glück zu zweit.

Adieu du Wolf, du Biest,
Adieu was auch immer du willst.

Ich verabschiede
Und liebe
dich.

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Amen, so isses einfach

Und wenn er das nächste mal bremst,
Weil ich ihn heute fast überfahren habe
Ist es gut.

Und wenn er sich entschuldigt,
Weil ich mich heute entschuldigt habe
Dann ist es gut.

Und wenn er sich morgen Zeit nimmt jemand zu helfen,
Weil ich ihm nicht geholfen habe
So ist es gut.

Und wenn ich dir heute zuhöre,
Weil er mir nicht zugehört hat
Dann ist es gut.

Warum sollte es nicht so sein?

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Cleared

In the middle of the night
I see things as clear as the sky.
I see what happened
I see what I want, what I need, what I have.
I see people around me
With their filters before their eyes.
I see children being robbed of their free mind.
I see good I see bad
I feel wrong and I feel right.
I know everything,
I know you I know me.
I know the world
As I just began
To see.

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Engel

Stille, Nacht.
Was hat der Tag gebracht?
Ein bisschen Wehmut, ein bisschen Schrecken.
Ein Stück Vergangenheit zum Leben erwecken.
Genug ist genug.
Ist es doch vorbei
Und einerlei, was war.
Einerlei was kommt, was ist,
Was weh tut.
Frei bin ich
Und ungebrochen.
Komm, Tag, Nacht, Leben!
Um mich herum
Wird die Erde beben
Und nicht erschüttern.
Was mich bewegt
Ist Geist, nicht Boden.
Denn Engel schlafen nicht,
Sie schweben.

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wenn du mir vertraust, dann vertrau ich dir vielleicht irgendwann

Manche sagen: „Ich vertrau jemandem erst, wenn ich weiß, dass ich ihm vertrauen kann“, oder: „wenn du mir vertraust, dann vertrau ich dir.“ Es ist kristallklar, dass das so nicht funktioniert. Es gilt nur das Umgekehrte: Wer niemandem vertraut, dem ist nicht zu trauen. Aber Vertrauen unter die Bedingung zu stellen, dass vertraut wird ist wie auf Liebe zu warten ohne zu lieben. Das sind keine Handelsgüter.
Menschen, die das sagen vertrauen nie. Sie benutzen diese Phrasen, um sich dafür zu rechtfertigen, dass sie unfähig sind anderen zu vertrauen. Dass ein anderer Mensch diesen Zustand nicht ändern kann ist ebenso klar wie dass so etwas Übung an einem selbst bedarf. Vertrauen hat auch nichts mit Wissen zu tun. Was sie mit der Zeit erreichen, indem sie mehr und mehr über dich wissen ist niemals Vertrauen, sondern Kontrolle.

Was kann passieren? Wenn du liebst, wenn du vertraust, wenn du dich einlässt? Vielleicht passiert es dann, dass du lebst.

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Zitat

„Es war aber zu verlockend für schwache Charaktere, einfach die Segel nach dem Wind zu stellen und vor dem Geschrei der öffentlichen Meinung zu kapitulieren. Und um eine Kapitulation hat es sich gehandelt! Mögen die Menschen in ihrer inneren Verlogenheit und Schlechtigkeit es auch nicht zugeben, vielleicht nicht einmal sich selbst gegenüber, so bleibt es doch Wahrheit, dass nur Feigheit und Angst vor der durch den Juden in Aufruhr gebrachten Volksstimmung es war, die sie zum Mittun veranlasste. Alle anderen Begründungen sind jämmerliche Ausflüchte des schuldbewussten kleinen Sünders.“

„Die Massenversammlung ist auch schon deshalb notwendig, weil in ihr der einzelne, der sich zunächst als werdender Anhänger einer jungen Bewegung vereinsamt fühlt und leicht der Angst verfällt, allein zu sein, zum erstenmal das Bild einer größeren Gemeinschaft erhält, was bei den meisten Menschen kräftigend und ermutigend wirkt.

Der gleiche Mann wird im Rahmen einer Kompanie oder eines Bataillons, umgeben von allen seinen Kameraden, leichteren Herzens zum Sturm antreten, als er dies,ganz auf sich allein angewiesen, täte. Im Rudel fühlt er sich immer noch etwas geborgen, und wenn auch in der Wirklichkeit tausend Gründe dagegen sprächen.“

Selbstvertrauen

Sich selbst vertrauen
Oft fühlt man ein altes Gefühl
Zu unrecht
Oft fühlt man etwas, das gar nicht da ist
Oft fühlt man das Gegenteil von dem was der Verstand einem sagt.
Ist alles im Einklang
Ist man sicher mit seinen Gefühlen
Ist man klar in seinen Vorstellungen und Wünschen
Ist man frei von alten Mustern
Dann kann man sich endlich selbst vertrauen. Nicht immer, aber in den wichtigen Dingen.
Es ist das beste Gefühl der Welt.

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