Drahtseilakt

Ich blicke um mich und nehme wahr
Mein Weg, er war schon immer da.
Alle meine Gefühle sind echt und edel
All meine Tränen notwendig um zu erkennen
Ich wurde nie betrogen, nur verfehlt
Denn nicht ich bin es, die blind taumelt durch die Welt
Ich wandere zwar oft im Dunkel, ohne Sicht
Doch nie im Kreis
Eher mein Leben lang
Auf einem Seil
Es schwingt, es ist unbequem, selten habe ich sicheren Halt,
Aber es ist da und gibt mir Kraft.
Zwar blicke ich oft hinab, in die Schlangengrube, richte meinen Blick oft nicht nach vorne,
viel zu oft zurück.
Doch nie verlasse ich die Spur meines Herzens
Niemand kann mich von ihr abbringen
Niemand kann mich aufhalten, niemand mich verwinden.
Und fühle ich manchmal es gehe nichts weiter
Meine Seele ist nie still
Sie zerrt und ruft und geleitet.
Ich bin oft langsam,
Denke viel nach
Über richtig und falsch
Mache gerne statt nach vorne einen Schritt zurück
Angst vor dem unbekannten nächsten Augenblick
Doch niemals
Niemals schäme ich mich
Denn mich leitet mein Gefühl
Und das ist nie gespielt.
Mögen manche manipulieren und Spielchen treiben
Oder sich maskieren
Sich für den Weg eines Fremden entscheiden
Ich habe Mitleid mit Ihnen
Denn obwohl ihre Seele schreit
Sind sie nur ein Spiegelbild
Bereits begraben, einsam und allein.
Die Wahrheit ist nur in mir selbst
Manchmal kann ich sie spüren, manchmal nicht
Doch ich lasse sie nicht gehen, halte sie ganz fest
Bleibe ihr treu, so dumm dies auch erscheint
Sie ist meine Freundin, echt und gemein
Ich bleibe bei ihr, bis ans Ende unserer Zeit.