Schulz von Thun

„Wenn man mehr Geld hat gibt man auch mehr Geld aus.“

– Na das is aber dein Problem!

Sachinhalt, Appell, Beziehung, ..

Er will sich mit jeder Aussage distanzieren. Sagen es geht ihn nix an, dass die Beziehung keine freundschaftliche ist.

Was war das 4…

Selbstkundgabe!

Ich finde das kann jeder selbst entscheiden, du musst ja nicht viel ausgeben. Ich bin für mich verantwortlich und sonst für niemanden.

Der kann sich auch nicht einlassen. Scheint ein Standardproblem zu sein. Keine Empathie und destruktive Kommunikation.

Dass grade sowas als „sachlich“ gilt, wo es doch einfach nur männlich und überhauptnicht sachlich ist.

„So schlimm wars auch nicht.“
„Gibt schlimmeres.“

Wow. Danke für die Empathie. Pfff, krass.

Meine Freunde teilen Freude mit mir und nehmen Schmerz von mir. Meine Freundinnen sind lustig und empatisch, lebensfroh und konstruktiv. Meine Freundinnen mögen Beziehungen, die ein sich einlassen bedeuten. Wir mögen Nähe und fühlen mit anderen Menschen.

I´ll call you tomorrow

Oh please, just call whenever you feel like it, will you and don’t make promises you don´t really intend to keep.

Some people who say stuff like that

  1. don´t mean it. And some of those
  2. might have some kind of power/control freak issue. With these words they make sure you won’t meet anyone else, at the same time it doesn’t oblige them to make space for you, they stay in control. Plus they make sure you don’t call them. Just watch out – when has a person who said that to you really intended to meet you the next day? And when have they really actually called? See?
  3. Will never admit the above. So don’t say something like: you don’t have to oblige yourself to call, I want you to call when you feel like it, not because you promise it now. They will undoubtedly use that against you. „Well, you said I shouldn’t call!“, trust me. The best reply would probably be: when? Cause I won’t wait. But don’t expect to get an answer..

Remember, anyone who is honestly interested will call anyway and not put pressure neither on you nor on themselves. And: see whether they’re available when you call, I bet it works just one way. You are not a coincidence.

Die dümmsten Sprüche der Welt

  1. Das hast du falsch verstanden. (siehe ich will es dir erklären)
  2. Reg dich nicht auf! (Schon mal jemanden erlebt, der sich dann beruhigt hat?)
  3. Es kann dir ja wurscht sein, was andere denken.

Nein! Ist es mir nicht! Selbst wenn ich die Leute nie wieder sehe ist es mir nicht wurscht, was sie über mich denken. Und auch wenn ich sie nicht kenne, sind sie mir nicht wurscht. Mir sind andere nicht wurscht.

Völlig assozial und dumm diese Behauptung. Und einfach nicht richtig. Wieso sagt man nicht, wie es ist: „Du bist in Ordnung, so wie du bist und wenn jemand etwas Böses über dich denken will, dann tut er es ohnehin, völlig unabhängig davon was du sagst oder tust.“

Und es ist auch vollkommen normal, dass man am Anfang in einer Gruppe unsicher ist. Oder haben Sie schon einmal erlebt, dass in einer neuen Gruppe so miteinander geredet wird wie in einer Gruppe von Freunden? Dass eine neue Schülerin sofort mit allen aus der Klasse redet ohne jede Scheu? Dass sie zu jedem hingeht und sagt „Hi, ich hab mir gestern in die Hose gemacht und deine Frisur is echt leiwand!“

Es ist ja auch logisch und natürlich und von den sozialen Wissenschaften genug belegt, dass wir als soziale Tiere uns der Gruppe anpassen müssen, wir müssen die Regeln der Gruppe akzeptieren und verinnerlichen, sonst werden wir ausgestoßen. In früheren Zeiten hätte das den Tod bedeutet. Heutzutage bedeutet es höchstens den sozialen Tod. Naja, zählt der nicht?

Abgesehen davon ist diese Einstellung, dass mir andere und deren Meinung wurscht sein sollen nicht nur völlig unchristlich sondern gänzlich unmoralisch und verwerflich. Ein halbes Leben lang erzählt man uns wir sollen unsere Nächsten lieben und dann wird alles mit diesem Satz umgedreht. Absurd.

Es gehören immer 2 dazu und Ich weiß ich hab auch (!) Fehler gemacht

Auch das ist eine Schuldzuweisung. Sie hat gar nichts reflektiert. Keine Sekunde in Erwägung gezogen, dass sie vielleicht nicht optimal agiert haben. Denn dann würde sie genau das eben nicht sagen. Es ist ein Fluchtversuch, nur keine Auseinandersetzung! Worte, die an so jemand gerichtet werden, sind Verschwendung. Es dringt nichts durch. Wie bei einer Teflonpfanne.

Wie erkenne ich eine Teflonpfanne? Wenn ihr streitet/du dich wehrst bist immer du der Fehler (siehe oben und die drei dümmsten Sprüche der Welt). Auch wenn, ja, insbesondere wenn Floskeln (allgemein gesellschaftlich anerkannte, niemals hinterfragte Standardsprücherln) kommen wie „Es gehören doch immer 2 dazu“ oder „Ich weiß ich hab auch Fehler gemacht.“ Bei letzterem kommt nie eine Erläuterung hinterher, was das für Fehler waren. Denn diejenige, die das sagt weiß es nicht, es sind Worte ohne Inhalt.

Der einzige Weg ihnen klarzumachen, dass sie was falsch gemacht haben ist raus. Nein, falsch, selbst dann beginnen sie sich nicht zu reflektieren, dann erst recht nicht. Alles ist Bestätigung für sie. Selbst wenn ihnen eine Frau nach der anderen davonläuft (und das noch dazu mit denselben Worten) kommen sie nicht auf die Idee, dass es an ihnen liegt. Wären sie fähig so zu denken wären lange Erklärungen ja gar nicht notwendig.

Wenn verstanden werden dein sehnlichster Wunsch ist, dann sprich mit jemand, der dich versteht u hör auf mit Erklärungen. Erklärungen haben in der Bibel schon nicht funktioniert.

Es ist schwer zu akzeptieren, dass er’s nie verstehen wird. „Irgendwann muss er’s doch verstehen!“ denken wir. Wir können es nicht glauben, dass er so überhaupt kein Verständnis hat. Und je mehr wir versuchen zu erklären desto schlimmer wird es. Na klar, wenn normale Worte nicht durchdringen dann tun es Vorwürfe und andere schärfere Geschütze schon gar nicht. Dabei haben wir uns von Anfang an vollkommen klar ausgedrückt. Und es kam nicht an. Dass das nicht an uns liegt, ist Tatsache. Warum können wir das nicht sehen? Die Frage ist nicht

„Warum versteht er es nicht?“

Sondern

„Warum verstehen wir es nicht?“

Und die Antwort liegt in unserer Natur. Es ist ganz einfach: aus Liebe. Wir müssen uns nur selbst mehr lieben als den anderen. Tun wir das nicht, wird uns immer jemand finden, der das ausnutzt. Und uns nicht versteht. Und der es niemals lernen wird. Denn wenn er dazu fähig wäre, müsste es ihm niemand erklären. Er würde das, was unsere Grenze überschreitet, ja gar nie tun. Und wenn doch würde er zuhören, und nicht erklären.

Es tut mir leid

Man sagt es so einfach.
Doch fühlt man dabei keinen Schmerz, keine Reue, kein Leid, ändert sich nichts. Und man verletzt immer und immer wieder.

Es tut mir leid

Was? Was ist „es“?
Dass ich unwissentlich etwas getan habe, das dir weh tut? Wie könnte mir das leid tun? Inwiefern?
Wenn ich es nachfühlen könnte, hätte ich es ja nicht getan.

Dass ich etwas gesagt habe, das dir weh tut? Wieso sollte ich denn wissentlich etwas sagen, das dir weh tut? Was wird mir da unterstellt?

Dass ich deinen Erwartungen nicht gerecht wurde?
Was ist „es“?

Was es nicht ist

Wenn man im selben Moment zu lachen beginnt.
Wenn man was Böses gesagt hat und in den Arm genommen wird.
Wenn sich jemand mit dir freut.
Wenn es kein Rechthaben oder Schuld sein gibt.
Wenn jemand an dich denkt und es gerne zeigt.
Wenn man wütend sein darf, traurig und vergrämt.
Wenn man gemeinsam leichter ist als allein.
Wenn man Freude verspürt, wenn man an ihn denkt.

Das hast du falsch verstanden/ich will es dir erklären

Ich will es dir erklären, was für eine sinnlose Phrase! Was denn erklären? Wie soll das gehen? Wie sollst du MIR erklären, warum du mir wehgetan hast? Dazu müsstest du ja verstehen, dass du mir wehgetan hast. Da kannst du doch nichts erklären, das einzige was du tun kannst ist zuhören. Und dich entschuldigen. Stattdessen willst DU mir was erklären? Was kann das wohl sein, was du MIR da erklären kannst?

Ich will es dir erklären geht immer ganz genau in folgende Richtung:
DU hast alles falsch verstanden. DU hast überreagiert. DU bist hysterisch. DU bist der Fehler.
ICH habe es doch nicht SO gemeint – das hast DU falsch verstanden.

Achso ja, mein Gott! Danke! Danke, dass du mir erklärst, dass ich nicht auf meine Gefühle hören soll! Dass ich nicht Angst davor bekommen soll, dass du mich nicht mehr liebst. Natürlich. Ich Dummerchen. Es tut mir ja so leid, dass ich etwas für dich empfinde. Dass mir Dinge nahe gehen. Ich habe Emotionen, sorry. Wie peinlich. Wird nicht wieder vorkommen.

Ich will es dir erklären heißt übersetzt: ich will dir die Schuld geben.

Liebe Mädchen, liebe Frauen, liebe Männer und Burschen!
Es gibt viele, viele Menschen, die ihr Leben dem verschrieben haben, ihre Gefühle außen vor zu lassen (und damit einhergehend die Fähigkeit für jemand anderen Mitgefühl zu empfinden). Das ist die  Ich-will-es-dir-erklären- Fraktion.
Andere leben ihr Leben nicht als Teflonpfannen (es prallt alles ab) sondern als Menschen.
Selten bis nie werden die Lager getauscht. Viele glauben auch sie wären Menschen, sind aber Teflonpfannen.
Es gibt keine Moral von der Geschicht.
Noch nicht.

Fest steht nur: wenn dir jemand etwas erklären will, dann ist das, was du gesagt hast, niemals angekommen und wird auch niemals ankommen, und zwar egal wie oft du es wiederholst.

wenn du mir vertraust, dann vertrau ich dir vielleicht irgendwann

Manche sagen: „Ich vertrau jemandem erst, wenn ich weiß, dass ich ihm vertrauen kann“, oder: „wenn du mir vertraust, dann vertrau ich dir.“ Es ist kristallklar, dass das so nicht funktioniert. Es gilt nur das Umgekehrte: Wer niemandem vertraut, dem ist nicht zu trauen. Aber Vertrauen unter die Bedingung zu stellen, dass vertraut wird ist wie auf Liebe zu warten ohne zu lieben. Das sind keine Handelsgüter.
Menschen, die das sagen vertrauen nie. Sie benutzen diese Phrasen, um sich dafür zu rechtfertigen, dass sie unfähig sind anderen zu vertrauen. Dass ein anderer Mensch diesen Zustand nicht ändern kann ist ebenso klar wie dass so etwas Übung an einem selbst bedarf. Vertrauen hat auch nichts mit Wissen zu tun. Was sie mit der Zeit erreichen, indem sie mehr und mehr über dich wissen ist niemals Vertrauen, sondern Kontrolle.

Was kann passieren? Wenn du liebst, wenn du vertraust, wenn du dich einlässt? Vielleicht passiert es dann, dass du lebst.

SMS: Kann dich nicht erreichen

Nicht abgehoben und sofort kommt Sms: “Kann dich nicht erreichen. Alles in Ordnung bei dir?” Das erzwingt eine Reaktion. Als ob derjenige vorbeikommen würde um zu prüfen ob alles in Ordnung ist! Z! Wie auch, man könnte ja zB einfach schon schlafen oder einfach unterwegs sein.

Ein Freund, der so etwas schreibt ergreift schon Besitz bevor es überhaupt so weit kommen könnte. Finger weg! Und ja nicht zurückschreiben! Va nicht wo du gerade bist oder mit wem. Diese Sms ist eine Kontrolle. Getarnt als Besorgnis. Wäre es Besorgnis wäre der Wortlaut: wie geht’s? Oder ähnliches. Nicht dieses unter Antwortdruck setzen.

Kannst du mir jemals verzeihen

Derjenige, der das sagt, erwartet die Absolution, erwartet, dass du ihm die GARANTIE gibst, dass du ihm verzeihen wirst, setzt dich also unter Druck, du musst mal wieder der Gutmensch sein, der einfach verzeiht, einfach so.
Anstatt dass er auch nur einen Finger rührt, einen Schritt in eine Richtung macht, die es dir eventuell ermöglichen könnte tatsächlich zu verzeihen.

Wenn ihm wirklich daran läge dass du ihm verzeihst würde er

  • dich auf Rosen betten
  • Dir all deine Wünsche erfüllen
  • Dir tausend mal sagen dass er dich gern hat
Wenn er es ernst meinte, würde er sich für dich aus dem Fenster lehnen. Er würde für dich seine Komfortzone verlassen, er würde Dinge tun, die er noch nie zuvor getan hat. Für dich. Und gerne. Aus ganzem Herzen.

Lass dich nicht auf einen faulen Kompromiss ein.

Ich hab dich ur gern, aber

„Ich hab dich ur gern, aber.. “ ist emotionaler Terror vom Feinsten. Das sagen nur Menschen, die Schiss davor haben ehrlich zu sein, deswegen setzen Sie das vor die eigentliche Kritik, damit der andere nicht die Möglichkeit hat frei und ehrlich, wahrhaftig, auf die Kritik zu reagieren. (Und weil der Vorsatz vermutlich oft überhauptgarnicht zutrifft – sonst wäre er ja nicht gefolgt von aber)

Vergleiche zB
1: „Ich hab dich ur gern aber ich brauch einfach mehr Freiraum.“
mit

2: „Ich brauch einfach mehr Freiraum.“

Mit 1 wird signalisiert: Wenn du mir nicht mehr Freiraum gibst verlass ich dich.

2 ist ein völlig normales Bedürfnis, das ausgedrückt wird, eine Bitte, die es dem anderen ermöglicht entgegenzukommen.

Oder:
1 „Ich hab dich ur gern, aber ich halt deine Launen nicht mehr aus.“
mit
2 „Ich halt deine Launen nicht mehr aus.“

1 ist emotionaler Terror, 2 eine klare Ansage. Eine Antwort auf 2 könnte sein: „Na dann geh halt!“ Eine Antwort auf 1 gibt es nicht.

Oder:

1 „Ich hab dich ur gern aber die Vorhänge gehen gar nicht.“
mit
2 „Die Vorhänge gehen gar nicht.“
Was soll man auf 1 antworten? „Also was jetzt? Du hast mich so gern, dass du sogar die Vorhänge akzeptierst? Du hättest mich gern, wenn ich diese Vorhänge nicht hätte? Heißt das, wenn ich die Vorhänge weggebe, was heißt das, wenn ich die Vorhänge weggebe?“
???
Auf 2 gibt es wieder alle Mögllichkeiten:
  • „Na wurscht, geb ich sie halt weg.“
  • „Ich weiß, die sind noch von der Vormieterin.“
  • „Was? Ich hab ewig gesucht bis ich die gefunden hab, die sind superblickdicht!“
  • „Mir gefallen sie.“
Merke, dass all diese Antwortmöglichkeiten bei 1 nicht existieren.