Gott Vater, Sohn, und andere Männer

Würde man in allen Religionen das Wort „Gott“ mit dem Wort „Universum“ ersetzen, gäbe es immer noch dieselben Grundsätze, aber keine Diskriminierung oder Ausgrenzung uva kein religiöses Patriarchat. Nur ein Glaube ist für alle. Und das ist nicht der an eine Person oder Einzelheit.

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Vielredner

Es gibt so Leute, die erzählen und erzählen und erzählen

Und erzählen und erzählen und erzählen

Und bauen aber Geschichten so auf, dass man als Zuhörer keine Ahnung hat, welche von den 10 Fakten pro Minute man sich merken muss, um am Ende die langerwartete Pointe, falls denn eine daherkommt, zu verstehen. Da wird erzählt von der Imbissstube von der Tante von irgendwem, aber es kommen keinerlei Hinweise wie „das is die Tante vom..aber egal, es geht darum, dass..“, nein, solche für den aufmerksam zuhören Wollenden essentielle Hints kommen überhaupt gar nicht. Am Ende ging es dann doch nur um das Radl, das jemand, zum Glück wissen wir nicht wer, denn dann hätte der auch Zuhörkapazität verbraucht ohne in irgendeiner Weise relevant zu sein, zuvor abgestellt hat. Gottseidank war am Ende nicht die Marke des Fahrrads von Bedeutung, denn das hab ich mir nicht gemerkt. Erzählt wurde jedoch ausführlichst von der Schaltung, die es hatte, die ebenso völlig irrelevant war, und zwar nämlich für den Schlusstatbestand, dass die Frau von einem Arbeitskollegen sich Dinge, die sie findet, sofort und ohne jegliche moralische Bedenken zu eigen macht. Puuh, Glück gehabt, ich wusste nach 10 min also worum es ging, erleichtertes Ausatmen. Oft bleibt einem nämlich am Ende nichts anderes übrig als nachzufragen, oh Graus, da man sich die falschen von den 100 Fakten gemerkt hat. Und weil man nun eh schon so lang zugehört hat ohne die leiseste Ahnung zu haben worum es geht, möchte man nicht darauf verzichten den Höhepunkt der unendlichen Geschichte zu hören. Nun, die Verschnaufpause währt nur kurz, denn es folgt zugleich eine weitere Anekdote, mit demselben Ende. Ha! Geschafft! Jetzt kann man endlich was drauf sagen, endlich ist es so weit und das eigentliche Gespräch, im Sinne eines offenen Meinungsaustauschs, geht los! Man, schon vorsichtig geworden, wählt extra wenig Worte, denn wenn im Gesagten auch nur der Anflug eines anderen Themas, meist reicht 1 Stichwort, vorkäme, würde dieses sofort aufgegriffen und in einer weiteren 10minütigen Ansprache verarbeitet werden, was es in jedem Falle zu vermeiden gilt, sagt: „Wie überaus verwerflich, hast du was zu ihr gesagt?“

Die Antwort: nein.

Das ist in zweierlei Hinsicht spannend. 1. gibt es also Leute, die, wenn es angebracht wäre etwas zu sagen, die Pappen halten. Ob das dann immer auch die sind, die diese zu einem anderen Zeitpunkt gar nicht mehr zukriegen?

Zweitens legt dies die Vermutung nahe, dass tatsächlich nichts von dem Erzählten relevant war und derjenige nichts damit sagen wollte, also es niemals ein Gespräch hätte werden sollen. Nur ein Abladen, Ausschließen, Ablassen von etwas am falschen Ort zur falschen Zeit, das woanders hingehört. Oder so.

Anerkennung

Was tun wir nicht alles dafür.. wir arbeiten bis wir unseren Körper und oder unseren Geist kaputt gemacht haben, kaufen Autos, Häuser, größere Autos, größere Häuser, etc., studieren etwas, das uns in keinster Weise interessiert. Um anerkannt zu werden. Weil unsere Eltern es uns so beigebracht haben oder das Fernsehen, sprich unsere Umwelt halt, is ja auch egal wer oder was, es is einfach so. Und es befriedigt uns nicht. Wir sind innerlich leer. Weil diese Anerkennung keine echte ist. Weil wir das, was wir gemacht haben, nicht von Herzen gemacht haben. Denn nur was du von Herzen gibst bekommst du 1000fach zurück, du kannst nichts verlieren, das ist gar nicht möglich. Es gibt Pharisäer, die behaupten sie täten dies und das für andere, sie wären nur für andere da , sie würden ihre eigenen Bedürfnisse hinten anstellen, weil sie anerkannt werden wollen. Doch in die Richtung funktioniert es nicht. Wenn du Gutes tust, weil du etwas willst, ist es nichts Gutes, sondern eine Lüge. Das Herz erkennt diese Lüge sofort. Daher bekommst du keine Anerkennung, niemals. So, nicht.
Indem du Mutter Theresa imitierst wirst du niemals wie sie sein. Niemals. Denn es ist nicht deine Bestimmung, Mutter Theresa zu sein, es ist deine Bestimmung DU zu sein. Mit all deinen Stärken und Schwächen. Und darauf zu vertrauen, dass diese anerkannt werden, so wie du die von anderen anerkennst. So ist es ohnehin. Amen, so ist es – in dem Maße, indem du fähig bist, die Stärken und Schwächen anderer anzuerkennen, werden auch deine Stärken und Schwächen anerkannt. Ich spreche bewusst von einer Anerkennung auch bei Schwächen, denn diese zeigen deine Grenzen, deine Verletzlichkeit, deine Menschlichkeit. Daher gilt es sie ebenso anzuerkennen wie deine Stärken. Das hat mich die Akrobatik gelehrt. Ich kann sehr gut springen, eine Stärke, die nicht viele haben. Aber ich verliere in der Luft schnell die Orientierung und lande deshalb oft eher elefantös als katzenartig, eine Schwäche. Doch die anderen nehmen darauf Rücksicht. Es ist gut, wenn sie das wissen, denn dann wissen sie, dass sie solche Figuren mit mir öfter probieren müssen bis ich es schaffe und dass die Leute, die mich sichern, besonders auf meinen Kopf achten und mich gut schützen. Das ist die Anerkennung einer Schwäche. Zuerst muss ich sie selbst anerkennen, ich kann es zwar sagen, aber das ist gar nicht notwendig. Es reicht sie nicht zu verstecken, die anderen Akrobaten sehen es ohnehin, doch ich muss mich nicht schämen und es wird akzeptiert, wenn ich vorsichtiger bin.

Und sollte jemand deine Schwäche ausnutzen, also dich zB auslachen oder etwas Unwahres herumerzählen, so weißt du in jedem Fall danach woran du bist, genau wie bei denen, die dem- oder derjenigen glauben. Von denen halt dich ruhig fern, die bringen dich nicht weiter. Ärger dich nicht, zieh einfach weiter. Lass sie links liegen, sie sind noch nicht so weit wie du. Freu dich, dass du weiter bist. Du kannst sie nicht ändern, und sie nicht dich. Sie rauben dir nur deine Energie, fuck them I won´t do what they expect from me.

Der Ton macht keine Musik

In Wahrheit ist es vollkommen egal wie du etwas sagst, das hat keinen Einfluss darauf ob es angenommen wird oder nicht. Der Ton macht nur Musik, mehr nicht.

Erklärung für die Skeptiker

„Aber sicher kommts auf den Ton an, es kommt voll drauf an ob ich aggressiv sag „du bist ein Trottel!!“ Oder sanft: „Heast, du bist ein Trottel.“ Ja. Und warum? Weil du 2 verschiedene Personen im Kopf hast bei dem Beispiel. Es geht immer um die Person. Wenn ich dich respektiere, und du mich, dann kann ich sowas zu dir sagen und du bist nicht beleidigt. Und umgekehrt. Wenn wir 2 Personen sind, die ständig aneinander krachen, die nie einer Meinung sind, weil unsere Meinungen einfach derart weit auseinander liegen, dass keiner für den anderen Verständnis aufbringen kann, werden wir beleidigt sein, wenn einer sowas sagt. Egal wie es gesagt wird. Wenn einer Verständnis für den anderen hat, aber nicht viceversa, dann ist´s fast noch schlimmer, denn dann ist immer alles unklar. Das ist der Nährboden für Missverständnisse und Streit.
Es kann zB auch sein, dass jemand anderer genau dasselbe sagt wie du, und von demjenigen kann ich es annehmen aber von dir nicht.
Vollkommen egal wie der Ton.

So gesehen kommt es immer auf dich als Person an. Bzw auf dein Gegenüber. Du kannst gar nix machen, nicht direkt. Das lässt sich mit Ton nicht beeinflussen. Wenn wir also jemand nicht kennen, entscheidet nur die Sympathie. Deswegen müssen Personen in der Öffentlichkeit so vorsichtig sein. Sie können sich nicht darauf verlassen, dass sie jeder „richtig“ versteht. Was jemand sagt wird sekundär, wichtig ist nur, ob ich ihm oder ihr glaube, ob ich dem Menschen traue oder nicht. Erst kommt das Urteil, und das lässt sich durch Fakten in keine Richtung mehr verschieben.

Vielleicht ist das der Grund, warum viele Menschen Politikern glauben, obwohl diese in der Vergangenheit schon mehrfach Unwahrheiten gesagt haben. Hab ich den Menschen einmal in die ein oder andere Kategorie gegeben, können auch Lügen und andere eindeutige Indizien nichts mehr daran rütteln, dass ich ihn oder sie mag. Der Ton macht gar nichts mehr, sondern das erste Urteil, das macht die Musik.

Vielleicht lebt man sich in einer Beziehung gar nicht auseinander, sondern hört einfach auf, die Meinung des anderen zu akzeptieren. Wenn meine Meinung nicht (mehr) wertgeschätzt wird, fühl ich mich schnell, und zurecht, nicht mehr geliebt. Das wäre wohl kaum so, wenn der Ton die Musik machte. Nur ein Gedankenspiel.

Die Doppelnormal

Umgangssprachlich Doppelbelastung heißt, dass man, wobei meistens frau, völlig normale Dinge tut wie arbeiten, Kinder kriegen, Essen kochen etc. und jedes einzelne dieser Dinge als Belastung bezeichnet wird.

„Wie gehen Sie nur mit dieser Doppelbelastung um??!“
– Na ich bin scheinbar einfach wonder woman, ich tu das, was Menschen halt so tun, manche würden es ja „Leben“ nennen, va mein Kind ist ja so eine Belastung sag ich Ihnen. Und dann noch einkaufen und kochen, und dann Freizeitgestaltung, so eine Belastung aber auch! Ich kann Ihnen die Frage wirklich nicht beantworten. Vielleicht bin ich ja absolut einzigartig. Woher nehm ich nur die Energie täglich aufzustehen frag ich mich…

Emanzipation = Doppelbelastung? Warum gibt es keinen Mann, der von einer Doppelbelastung spricht?

Klar ist, dass es die Summe der To-Dos ist, die alles zu einer Belastung machen, doch die Dinge einzeln, für sich, sind keine Belastung per sé. Und dass die Familienarbeit, vom Biologischen bis zum Organisatorischen, zunächst zu 100% und dann nur geringfügig rückgängig von Frauen gemacht wird ist der Anfang der Fehlende-Anerkennung-Spirale. Nur Frauen, die beides „managen“, Beruf und Familie, erhalten eine Art Prestige – die, die mit der Doppelbelastung umgehen können. Doch die Belastung entsteht, weil sie damit umgehen können müssen.

Die Stärke des Rudels

Halten wir fest/blicken wir zurück ist es nie wieder so wie es einmal war.
Blicken wir nach vorne wünschen wir es werde wieder so wie es einmal war.
Sind wir im jetzt, ist nichts wie es jemals war, doch einzigartig und wunderbar. 

Das Verhalten und die Worte anderer zu analysieren, zu interpretieren, wir tun es alle, schubladisieren. Es ist so einfach, Schuldzuweisungen, und das ganze (christliche?) Konstrukt. Angelernt oder nicht, dadurch ändern wir nichts.

Wodurch dann? Nur durch Vorleben.
Affen lernen durch Versuch und Irrtum.
Hunde durch Konditionierung.
Menschen und Wölfe (auch) durch Imitation.
Die Stärke des Wolfs ist das Rudel und die Stärke des Rudels ist der Wolf. (aus: Das Dschungelbuch)
Welche Vorbilder wählen wir nun?
Stars, die schön sind, Menschen, die reich sind, welche, die Macht haben, oder beliebt sind? Die Prinzessin aus dem Märchen? So wollen wir sein? Streben nach der Illusion des Glücks, nach der Wahl des Zufalls auf uns?
Was ist Erfolg?
Was will ich werden wenn ich erwachsen bin?
Ein Vorbild?
Nein,
Ein kleines Kind.

Ein Stück Glück

Allein im Kaffeehaus greife ich zu einer Zeitschrift, wo 1000e Dinge drin sind, die ich mir niemals leisten können werde. Diese schönen Designerklamotten, oder sind sie gar nicht schön, sondern schauen einfach so gut aus, weil sie von so gutaussehenden Leuten getragen werden, und an gutaussehenden Orten von gutaussehenden Fotografen fotografiert wurden? Und diese tollen Häuser und Möbel. Ich seh sie an und seufze innerlich. Nie werde ich eine frei stehende Badewanne haben. Ach wenn ich doch nur eine frei stehende Badewanne hätte, ein Stück Glück.

Ich blättere das Magazin durch, lese ein, zwei Interviews und Artikel, in denen Menschen vorkommen, die großartige Dinge in ihrem Leben leisten oder geleistet haben, soziale Projekte in Burkina Faso oder innovative vor Kreativität strotzende international erfolgreiche Unternehmen gegründet haben.

Am Ende bleibt das Gefühl der Unzulänglichkeit.

Bei Mode oder, mit höherem Einkommen auch bei Möbeln, können wir mithalten. Das gibt uns das Gefühl wir können das auch. Aber es hat nie ein Ende. Jede streckt sich nach der Decke, doch sie wird immer nur höher.

Ich sehe fern, weil ich, wenn ich mich einfach nur im Stillen auf die Couch setzte und allein mit meinen Gedanken wäre wohl auch noch an die Arbeit denken würde. Rotieren würde im Kopf. Oder weil mir dann 1000dinge einielen, die ich erledigen muss. Muss Weihnachtskarten schreiben. Muss Geschenke kaufen. Muss putzen. Muss im Internet das (wie ich Urlaub nehmen soll) und das (wieviel kostet ein gebrauchter Kühlschrank?) und das (wo ist Wenigzell) und das (Facebook, Skype, Mails, Last fm, utube ………) nachschaun. Muss muss muss. Ich hab’s satt, dass ich immer muss. Dabei MUSS ich ja gar nicht. Es zwingt mich ja niemand. Und trotzdem muss ich. Irgendwie.

Im Urlaub kann ich abschalten. Da kann ich mich einfach hinsetzen und sinnieren. Über mein Leben, meine Träume, innerlich weinen oder lachen, egal, aber ich kann mit mir selbst sein. Ich kann mit mir sein. Ich sein. Im Leben aus der Reisetasche.

Wieso kann ich das daheim nicht? Manche verbringen ein ganzes Leben damit, sich ein gemütliches Heim zu schaffen. Etwas aufzubauen. 1000e Dinge anzuhäufen. Und am Ende jedes Tages ist es einem unmöglich man selbst zu sein. Und dann fahren wir, um Abstand zu gewinnen auf Urlaub. Da können wir dann wir sein. Wozu dann das Ganze?

Wieso können wir zuhause keine Einkehr finden? Zu viele Dinge?

„Besitz macht nicht glücklich.“

Karl Rabeder

Zu wenig Zeit. Weniger Dinge, mehr Zeit. Weniger kaufen, mehr Zeit. Mehr Zeit, mehr Einkehr, mehr das Gefühl der Zulänglichkeit.

Snowwhite remastered

Once upon a time there was a princess…..who then was buried alive in a glass coffin. And she had a dream that someone would save her, but, actually, in her dream, she didn’t feel comfortable in this glass coffin at all so she, in her dream said to herself: „Hold on! No! I’m not gonna stay here until someone saves me, I’m not a victim, I’ll get out!“

And she opened her eyes, found a stone in her pocket and she used her ring to carve the glass and the stone to break it. She climbed out of her coffin, realised what had happened and tried to find her way back home. Suddenly, a prince came along, he asked her whether she wanted to come with him to his huge castle in his great future kingdom, that he had never seen a girl as beautiful as her. She said: „No! I don’t know you, like, at all. I´m not gonna go home with a stranger.“ She thought to herself: „All I know is that a guy who wants to take a woman home without knowing her just wants one thing and I´m not up for that.“ So she walked on alone. She asked a guy on the way wether he knew the way to the castle. He said he could show her and offered her some water and made her laugh and forget her worries for a while. She felt very comfortable with him. When they arrived at the castle he said good bye without pressuring her into anything. She said good bye, regretting within a second to not having invited him to have coffee the next days. At the same time she felt the confidence that if it had to be he would show up again. The next days she was very busy explaining where she´d been and the coffin thing and all. Still, thinking of him the whole time. And then, when she least expected it, the guy who had helped her when she was really down rang at the gate of her castle. He seemed very insecure, he said

 „I just met you, I feel attracted to you, sex is in my mind, I can’t say about the rest, I like you as a person, we laughed yesterday, but still, I don’t know you.“
They got to know one another, they had fun, and more, but in the end, it didn’t work out. He just wouldn’t listen and she wanted someone who at least would try to understand her princess situation – like having everything and nothing at the same time. He would just go on and on about how lucky she was and wouldn’t take her worries seriously at all. At the same time he wouldn’t let her into his heart either, like not answering her questions about his worries, blocking any deeper conversation about him, even saying evil things like: „I wish you were different“ and „I didn’t mean what I said, why did you take that seriously?“ and „you are making drama,“ when she was just trying to understand.

She was really happy that she hadn’t like promised to marry him or somethin when they first met. She wanted to find someone who really stood behind her. Cause, and that´s the moral of the story bytheway, being together with someone who doesn’t is worse than being alone.

just 3 thoughts

Love means not being afraid of saying what you feel to somebody.

Thinking about what you should or shouldn´t do is denying the responsibility for your feelings and actions.

It´s not parents who love their children unconditionally, it´s the other way round, children love their parents unconditionally.

Schuld

Es waren einmal eine Löwin und ein Einhorn. Die Löwin war das gefürchtetste Geschöpf im Wald, denn wenn sie einmal ein Opfer ausgewählt hatte, war dieses dem Tod geweiht, denn sie kannte keine Gnade, kein Zurück, kein Wenn und Aber. Auch das Einhorn wusste das, es wusste, dass die Löwin ihre Opfer mit Bedacht wählte und selbst ein Einhorn diese nicht retten konnte. Es respektierte den Platz der Löwin. Eines Tages hatte das Einhorn einen Traum. Es träumte, dass es von der Löwin angegriffen wurde. Die Löwin griff es völlig grundlos an, und es wurde von der Löwin gefressen. Das Einhorn hatte noch nie zuvor Angst verspürt, doch nun war es erschüttert. Es wollte nicht glauben, dass die Löwin dazu fähig ist. So beschloss es, der Löwin einen Besuch abzustatten. Es betrat den Platz der Löwin und erzählte ihr von dem Traum. Die Löwin aber erkannte, dass das Einhorn seine Unschuld verloren hatte, dass das Einhorn nicht mehr seiner Bestimmung  würde folgen können. Die Löwin hatte keine andere Wahl als das Einhorn als ihr nächstes Opfer auszusuchen. Und so verschlang die Löwin das Einhorn.

Umtauschrecht

Sehr geehrte Damen und Herren!
Ich möchte mich gerne umtauschen bitte.
Ich dachte ich wollte etwas Tiefsinniges, Melancholisches, aber das war ein Irrtum. Ich würde mich gerne umtauschen in was ein bisschen Oberflächlicheres, was Fröhliches, was Nettes. Geht das? Ich zahle auch einen Aufpreis, zb könnte ich ja ein Kind bekommen von jemanden, den ich nicht liebe, ist das in ihrem Sinne? Ist da Garantie drauf? Ich möchte mich nicht in 10 Jahren ändern, bitte nicht. Ich möchte immer oberflächlich bleiben. Es gibt doch für alles ein Umtauschrecht! Ich bin nicht zufrieden mit meiner Persönlichkeit, ist das nicht Grund genug? Andere sind auch nicht zufrieden mit meiner Persönlichkeit, also wäre es sogar im Sinne der Allgemeinheit! Bitte tauschen Sie mich um, ich danke Ihnen! Jetzt, denn wenn sie mich einmal umgetauscht haben, werde ich Sie nicht respektieren, ich werde Ihre Beweggründe nicht hinterfragen, sondern einfach über Sie urteilen. Ich werde kein Verständnis für Ihre Probleme aufbringen und Ihre Familie wird mir genauso egal sein wie alle anderen Menschen. Ich werde einen Hund haben, oder auch eine Katze, vielleicht sogar einen Mann, egal, denn ich werde alle gleich behandeln, gleich gültig. Wie ein Accessoire. Denn das ist es was sie sein werden. Ich werde glücklich sein. Glücklich mit mir selbst, denn niemand wird an mich heran kommen, niemand wird mich kritisieren, so dass es mich interessieren würde. Die Leute werden mir vertrauen, denn ich traue nur mir selbst und das bewundern viele. Ich werde viel arbeiten und wenig nachdenken, eigentlich gar nicht nachdenken, wozu denn? Ich werde ein anerkanntes Mitglied der Gesellschaft sein, da ich mir ein Haus und einen 6türer leisten können werde. Man wird mich beneiden, va andere Frauen, wer will das nicht? Ich werde Kinder haben, für die ich keine Zeit haben werde. Alle werden mich bemitleiden, wenn die Kinder Drogenprobleme haben, „Ja die Jugend heutzutage…, nein wirklich, ein Jammer“. Und natürlich werden meine Kinder nicht zu mir kommen, wenn sie Probleme haben, Gottseidank! Meine Eltern haben sich auch nie dafür interessiert, was mich interessiert und aus mir ist auch was geworden! Ich spiele ihnen ja von klein auf die heile Welt vor, in der sie die Größten und Besten und Gescheitesten sind. Wenn sie dann leidlich erfahren müssen, dass das gelogen war, natürlich können sie das nicht sagen, genial, oder? So einfach lernen sie es mitzuspielen!
Wenn dann etwas schief geht ist es auch nicht meine Schuld, das ist der angenehme Nebeneffekt. Denn ich habe Ihnen doch immer ALLES gegeben, was sie wollten. So kann man mir nie einen Vorwurf machen. Zum Geburtstag werden sie immer alles bekommen, was sie sich wünschen, naja, fast alles, man darf ja nicht zu sehr verwöhnen, also iPhone und iPad ist ja ganz normal, aber ein Longboard auch noch? Nein, das geht wirklich nicht! Nur keine Geschenke, die mich dazu verpflichten würden NOCH MEHR Zeit zu verwenden! Wo ich doch ohnehin schon den ganzen Tag arbeite um den Lebensstandard zu finanzieren, den die Kinder ERWARTEN! Ich mache doch alles nur für die Kinder! Bitte tauschen sie mich um, damit ich nichts mehr für mich tue, wenn ich Kinder habe! Die Gesellschaft erwartet es so! Ich möchte von der Gesellschaft akzeptiert werden. Vielleicht können Sie mir auch Glaube mitgeben? Damit ich ein anerkanntes Mitglied einer gottesfürchtigen Gemeinschaft sein kann? Das wäre so schön! Ich beneide diese frommen Menschen, die ihr Schicksal nehmen wie es kommt, die nicht nur während der Woche, sondern auch am Sonntag früh aufstehen, damit niemand auf die Idee kommt es wäre jemand faul. Ich möchte kein schlechtes Gewissen mehr haben weil ich lang im Bett liege, also nicht lang im Bett liegen, es ist die einfachste Lösung! Können Sie mir garantieren, dass ich dann auch sicher täglich Sünden begehen kann, die mir wöchentlich verziehen werden? Und dass ich meine Nachbarn auch nur in der Kirche grüßen muss und sonst nicht/niemanden? Dass ich mich um niemand scheren muss außer um den Opferstock, va nicht um die Ausländer? Bitte, danke.
Sie kennen das doch, ab und zu trifft man die falsche Entscheidung, aber das ist eben das Problem mit meiner Persönlichkeit! Genau deswegen will ich ja eine andere! Damit ich nur mehr „richtige“ Entscheidungen treffe. Welche das sind weiß ich ja dann, und da will ich auch kein Zurück! Nein nein nein, also soviel muss schon drin sein, ich will auf keinen Fall auch nur irgendetwas bereuen! Wieso sollte ich auch, mit der richtigen Persönlichkeit werde ich ja alles richtig machen und also niemals wieder etwas bereuen! Was für ein herrliches Gefühl das sein muss!
Können sie mir die neue Persönlichkeit per Expresszustellung liefern? Ich habe leider keine Zeit mehr, ich habe nächste Woche ein Vorstellungsgespräch und da kann ich keinesfalls ehrlich sein!!
Danke vielmals, im Voraus, denn danach werden sie mir verdammt egal sein.

Ihr Fräulein Diplom-Ingenieur Lukas

Progress

Never a problem in school
Never a problem at university
Never a problem with colleagues from work

Big problems finding work
Big problems coming home with no time left for life
Big problem just working no working out
Depression, burn out and other shite

1 person used to have to work 40+ hs
With the other one doing the home work load
Now almost everyone working 40hs
Having to do the home load also

One computer replaces 10 secretaries
But secretaries don´t work a tenth of the time
Instead, 9 become unemployed
Where is the fucking progress in this???

The lion and the pig

What is love?

Is it finding the one?
The one who makes you happy
The one perfect other human being
The one who gets on well with your friends
The one who shares your taste in music and everything else
The one who thinks you are perfect and never judges, distrusts or hurts you?

Or is it finding someone who accepts you as you are?
The one who sees all your flaws
The one who will lie to you so he doesn’t hurt you
The one who knows you’re meant to fly, not to be put in chains
The one who knows perfection is fictional
The one who will never do what she’s told?

The pig talks to the lion saying: „You only have 1 child, I get 7 every year!“
The lion says: „Yeah, but your 7 children are all pigs and mine is a lion.“

Jean Racine

Ablehnung

Ablehnung – Aggression – Versöhnung
Es passiert andauernd in zwischenmenschlichen Beziehungen.
Ein natürlicher Prozess, der manchmal Sekunden, manchmal Jahre dauert.
Ich bin voller Zuversicht.
Niemand nimmt mir etwas weg.
Und wenn doch –
Jeder weiß, dass geben schöner ist als nehmen,
Dass ein Danke, das von Herzen kommt mehr wert ist als ein neues Auto oder Iphone.
Wir wollen nicht nicht teilen,
Wir wollen uns nur nicht selbst verlieren,
Wie bei einem Streit.
Diese positive Form der Abgrenzung kann niemals durch einen Zaun erfolgen,
Er verhindert sie sogar.
Der Prozess ist im Gange,
Und er ist unaufhaltbar.

Ich will keine Beziehung

Ich will keine Beziehung bei der alles gesagt wird –
Das ist keine Beziehung sondern eine Therapie.
Ich will keine Beziehung in der ich immer weiß wo du bist –
Das ist keine Beziehung sondern ein Käfig.
Ich will keine Beziehung mit Kompromiss –
Das ist keine Beziehung sondern ein Darüberhinwegsehen.
Ich will keine Beziehung beruhend auf Versprechen –
Das ist keine Beziehung sondern ein Zwang.
Ich will keine Beziehung mit Entschuldigungen –
Das ist keine Beziehung sondern eine Unterwerfung.
Ich will keine Beziehung mit Ring –
Das ist keine Beziehung sondern ein Besitzanspruch.
Ich will keine Beziehung, in der mir die Schuld gegeben wird –
Das ist keine Beziehung, sondern Emotional Blackmail.
Ich will keine Beziehung in der ich alles weiß –
Das ist keine Liebe, sondern eine Analyse.

They should

Every time I turn on the TV I see a new documentary about poisonous substances in our food or animal torture,
every time I turn on facebook I see new articles about human rights violations,
every time I see my friends I hear new stories about where I mustn´t go shopping,
every time I see the news I see murder, abuse and betrayal.

When I go outside I meet

kind people who
care
who
question things
who
want to make the world better.

„They should
not exploit workers in China.
They should
not breed supercows that have a lifespan of 2 years max.
They should
not put chemicals in beer or clothing“

We criticise the outside
But we forget about it by using our egos and families as an excuse:

„I´ve got two children, I can´t buy organic produce!“
„I think Camouflage patterns are bad, I changed gas supplier it´s so much cheaper now.“

The First Decision of the Devil

Say you have a business.
Say you sell pickled chilies.
Business is running.
Then you look at the numbers.
You realize raw ingredients and employees are major cost factors.
How to maximize business – cut costs, sell for the same or a higher price.
Easy done, just use a cheaper vinegar and less salt and sugar, more water. Fire some nobody.
And here´s the first decision of the devil.

Ich, Krieg, die Krise

Wieso Flüchtlingskrise? Finanzkrise, Midlife-Krise, Flüchtlingskrise? Meist ist eine Krise verbunden mit irgendwelchen Diagrammen, in denen die Kurve nach unten zeigt. Ist es eine Krise, weil unsere soziodemographischen Daten dadurch irgendwie einen Abwärtstrend verzeichnen? Weniger Budget, mehr Arbeitslose, mehr Kosten. Nun ja, wenn mehr Menschen, dann ist das halt so. So funktioniert die hochgepriesene Marktwirtschaft. Die Umsätze müssen immer mehr werden, das Bruttosozialprodukt muss immer größer werden, unsere Währung darf nicht zu viel wert sein, Hauptsache es tut sich was. Stillstand ist das Schreckgespenst unserer Wirtschaft, das wird uns täglich eingebläut. Also wieso ist es eine Krise, wenn mehr Menschen kommen?
Und warum bin ich, weil ich die Zuwanderung kritisch sehe xenophob? Viele Frauen fühlen sich bereits jetzt nicht mehr wohl allein auf der Straße. Es ist auch schon viel passiert. Eine 72-Jährige Frau wurde vergewaltigt und verprügelt, von 5 Afghanen. Jeder kennt ein Beispiel. Es kommen viele sogenannte “minderjährige unbegleitete”, als ob nur unschuldige Kinder kämen. Was überspielt wird ist, dass es sich größtenteils um bereits fast erwachsene verstörte junge Männer handelt, die zT starkes Aggressionspotential haben, sie haben ja auch viel erlebt und sie haben nichts zu tun. DAS ist eine Tatsache. Und wenn ich das nicht will, dann bin ich ein Unmensch? Weil dies praktisch gleichgesetzt wird damit, dass es mir egal ist, dass täglich hunderte Menschen im Mittelmeer ertrinken?
Flüchtlingskrise, ich kann es nicht mehr hören. Es ist für mich keine Krise, sondern eine Bedrohung und gleichzeitig eine Chance. Frisches Blut für Österreich, ist doch durchaus positiv. Krise wäre es, wenn es nur negative Auswirkungen hätte. Außerdem wird eine Krise üblicherweise im Nachhinein diagnostiziert. Wieso wissen wir oder unterstellen wir jetzt bereits eine Krise? Die Menschen auf der Flucht befinden sich in einer Krise, aber wir doch nicht. Maybe i just don´t get it.

Die totale Political Correctness oder: Was wäre die Welt ohne „er“?

Auf dsie bunten Blumenwiese
geht ein buntes Tisie spazisieen
wandsiet zwischen grünen Halmen,
wandsiet zwischen Schisielingspalmen
freut sich, dass die Vögel singen,
freut sich an den Schmettsielingen
freut sich dass sichs freuen kann,
absie dann […]

Durch die Stadt und durch die Straßen
geht das bunte Tisie spazisieen;
geht – und denkt so vor sich hin:
„Stimmt es, dass ich gar nicht nichts bin?“
Alle sagen, ich bin Keinsie
nur ein kleinsie
Irgendeinsie…
obs mich etwa gar nicht gibt?
Bin kein Fisch, kein Pony und
auch kein Nilpfsied und kein Hund,
nicht einmal ein Hundefloh,
ooohhh!
und das kleine bunte Tisie, das sich nicht mehr helfen kann, fängt beinah zu weinen an absie dann…
absie dann bleibt das Tisie mit einem Ruck, mitten im Spazisieengehen, mitten auf dsie Straße stehen, und es sagt ganz laut zu sich: sichsielich gibt es mich:

ich bin ich

The endless list

Schreib ein Buch! Die kanadische Schriftstellerin, Künstlerin und Schauspielerin Mrs Superfrau hat auch einfach aufgeschrieben, was ihr täglich beim Auf´s Klo gehen eingefallen ist! Das Buch ist ein Bestseller geworden und mittlerweile in 26 Sprachen übersetzt erhältlich.
Schätze die kleinen Dinge des Alltags! Die australische Fotografin, Journalistin und Aktivistin Mrs Superfrau 2 hat einfach jeden Morgen das fotografiert, was sie sah. Mittlerweile ist daraus ein Buch entstanden, natürlich ein Bestseller.
Lerne Komplimente anzunehmen, sei nicht so negativ, mach dich selbst nicht kleiner als du bist.
Sei du selbst! Lass dich nicht beeinflussen von dem, was andere tun oder sagen.
Sei bescheiden, dann wirst du glücklich.
Sei nicht so bescheiden! Hau auf den Tisch! Du musst dich durchsetzen können!
Lerne dich zu akzeptieren wie du bist. Und auf den kommenden 10 Seiten: Wie du es schaffst, glänzende Haare, einen strahlenden Teint und natürlich die passende Frühjahrsmode tragend, andere (Geschlechter) zu beeindrucken!
Lebe im Hier und Jetzt, nutze den Tag!
In der Vergangenheit schwelgen kann heilend sein. Denk an deine Zukunft!

Wozu Worte, ohne Klarheit?

Walk the lane

Obstabteilung, mmh nein, das kauf ich besser am Markt beim Bauern direkt.
Oh, Naturjoghurt, hm, aus Deutschland, naja, dann lieber lokal.
Oh, Dinkelmüsli, pfff, sauteuer, kommt aus.. Kanada?? Sicher nicht.
Vegane Frühlingsrollen, yummy, was, da is Palmöl drin?
Bio-Erdäpfelchips, in Kokosöl rausgebraten – die schreiben das sogar vorne stolz drauf!?
Fenchel, kg 6 Euro, hm, 2 Knollen, wieviel ist das wohl? Abwiegen, 600g, 0,6×6, äh, ja geht.
Orangensaft, mit Orangen aus Südamerika, oje, grad Doku gesehen, ganz schlecht.
WAS? Fair trade instant coffee 12 Euro die Minipackung? Dieselbe hab ich gestern in einem Nicht-Bio-Supermarkt um 7 Euro gesehen!
Hm, also Preise vergleichen auch noch, seufz.

Ich wünschte ich könnte einfach durch einen Supermarkt gehen und nehmen, was ich will.